Corona trifft natürlich auch die Coworking Spaces. Genau das, was einen Coworking Space ausmacht, nämlich die Community, der Austausch, das Miteinander, ist im Moment nicht möglich. Klar haben wir im Coworkerhaus ein Hygienekonzept und achten darauf, dass es unseren Coworkern gut geht, sie sich sicher fühlen. Wir besetzen nur jeden zweiten Platz, halten Abstand, führen keine Meetings durch, keine Workshops und arbeiten öfter zuhause. Doch damit fehlen uns allen die Menschen, der tägliche Kontakt. Klar habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich gerade in der Gründungsphase, eine Community online aufbauen kann. Ich habe mich gefragt, ob Coworking virtuell funktionieren würde und dann kam ein Anruf. Christopher J. Schmidhofer fragte mich, ob ich nicht in einem Team zum Thema „virtuelles Coworking“ mitarbeiten möchte. Meine Antwort kam prompt – Na klar, sofort!

 

Kurz vor Weihnachten hatten wir dann unser erstes Meeting. Zum Team gehören natürlich Christopher von weXelwirken, einem Coworking Space in Tübingen und Reutlingen, Denny Kondic, Ideenmanager und Gründer von „Netz&Work, Doris Schuppe, Gründerin von Rayaworx, einem Coworking Space auf Mallorca und New Work Catalyst, Michelle Bäßler, Organisationsentwicklerin und Social Entrepreneur, Silvana Rössing, Beraterin für Online-Veranstaltungen und -tools, Thomas Schlebach, Brückenbauer in Sachen digitaler Kommunikation und Wissensmanagement sowie meiner einer.

 

So viel geballtes Wissen, wunderbare Ideen und vor allem Einigkeit. Wir brauchten nicht lange reden. Wir legten einfach los. Am 4. Januar hatten wir unseren Workshop, bildeten Arbeitsgruppen und nutzen diverse Tools für die synchrone und asynchrone Zusammenarbeit. Es war für mich faszinierend, wie schnell wir konkrete Ergebnisse festhalten konnten und mit welcher Begeisterung jeder dabei war.

Am 18. Januar 2021 ging es los. Soft-Opening um 7 Uhr mit Bodo Mohr. Er präsentierte uns die „WOOP-Methode“. Trotz der frühen Stunde war die Energie unter den Teilnehmern klasse. Nach 30 Minuten starteten alle – inklusive mir – in eine aufregende Woche.

 

Um 8 Uhr gab es das Check In für Lerchen. Kurze Vorstellungsrunde, ein paar Tipps, wie jeder das Tages- und Wochenziel erreichen kann und eine Lockerungsübung und dann ging auch die zweite Gruppe motiviert ans Werk. Um 9:30 Uhr wiederholt sich das Ganze im Check In für Eulen und um 12:30 Uhr eröffneten wir unsere virtuelle Kantine. Bei einem gemeinsamen Mittagessen lernten wir uns besser kennen, tauschten uns aus, manche fütterten ihre Kinder nebenbei und danach ging es mit guter Laune und frisch gestärkt, in den Endspurt. Um 16:30 Uhr ist Check Out. Jeder, der wollte, konnte über seine erreichten Ziele berichten, Feedback geben oder um Hilfe bitten, wenn er oder sie an einer Stelle nicht weiterkam.

Insgesamt waren wir alle sehr überrascht, wie viele Teilnehmer da waren, wie gut alles funktionierte und, dass ein virtueller Coworking Space, tatsächlich eine Alternative zu einem echten Coworking Space sein kann. Die meisten Coworker waren den ganzen Tag dabei, erforschten die Plattform (wir arbeiten übrigens mit Veertly), arbeiteten mal im Open Space, gingen in die Kaffeeküche zum Plaudern, arbeiteten ungestört im Kaminzimmer, der Meereslounge oder bei Musik. Für eine kreative Pause nutzen sie unseren Raum „Spiel und Spaß“, in dem sie Kreuzworträtsel lösen können, im Partyraum abhängen können oder im Farbrelaxationssraum entspannen dürfen. Für uns alle ganz wichtig, ist der Feedback und Erkenntnisraum. Hier wird Wissen geteilt.

 

Unser Ziel ist es, dem Arbeitstag wieder mehr Struktur zu geben, schneller die eigenen Ziele zu erreichen und nicht mehr einsam im Homeoffice arbeiten zu müssen. Doch was soll ich sagen? Es ist wie im echten Coworking. Du musst es erleben. HIER (https://app.eu.veertly.com/v/cowirk_space) kannst du dich kostenlos und unverbindlich anmelden. Wir sind noch in unserer Experimentierphase und das ist auch die Technik. Sei also bitte nachsichtig, wenn mal was nicht perfekt funktioniert.

Teile uns gern mit, was dir gefällt, was dir fehlt und was wir besser machen können. Wir freuen uns auf dich – getreu unserem Motto „Never work alone“ oder noch besser „ Getting more done – together“!

 

Deine Vicki aus dem Coworkerhaus