Das Coworkerhaus schließt seine Türen

Ja, jetzt schließe ich auch die Türen in Norddeich. Die Proof of Concept Phase hat gezeigt, dass ich aufgrund verschiedener Umstände, das Coworkerhaus vor Ort nicht wirtschaftlich betreiben kann. Doch gleich vorweg, es geht online weiter.

Wie du sicher schon weißt, bin ich die Mitbegründerin vom „cowirk.space – deinem Online-Wohlfühl-Clan“. Auf Veertly haben Christopher Schmidhofer, Doris Schuppe und ich eine Plattform geschaffen, die dir folgende Vorteile bietet:

  • Tagesstruktur – von Montag bis Freitag findet um 8:30 Uhr das Check In und um 13 Uhr die virtuelle Kantine mit Check out, statt
  • jeden Monat gibt es einen Spieleabend und ein Barcamp
  • verschiedene Workshops von wexelwirken und der Online-Salon sind im Programm eingebunden
  • wir pflegen einen Austausch auf Augenhöhe. Du brauchst ein Feedback, hast eine Frage, steckst gedanklich irgendwo fest? Wir sind für dich da.
  • Am Freitag gibt es einen Impuls zu unterschiedlichen Themen – nicht nur aus der Arbeitswelt
  • ganz nach Bedarf gibt es eine Peer-Group, aktuell z.B. zum Thema Sketchnoting

Wenn du einfach mal schauen möchtest, ob wir zu dir passen, kannst du gern montags an unserer Tour durch den cowirk.space teilnehmen. Melde dich bitte hier dafür kostenlos und unverbindlich an.

Doch nun noch ein paar Worte zum Coworkerhaus.

Zuerst möchte ich mich von Herzen bei den Gesellschaftern der DykeLab GmbH bedanken. Ohne ihre Unterstützung hätte ich nicht so viele Erfahrungen sammeln dürfen, denn ohne ihre Hilfe hätte ich weder die Räume im EEZ noch in Norddeich nutzen können.

Trotz aller Umstände waren die ersten Mieter schnell gefunden und es lief gut an. Bis die nächste Corona-Welle zu einer Vollbremsung führte. Dieses mal waren auch die Coworking Spaces hart betroffen. Zum Glück durften die Mieter, die ich schon hatte, die Räume weiterhin nutzen, jedoch konnte ich keine neuen Coworker aufnehmen. Gerade in einem Moment, wo viele eine Alternative zum Homeoffice gebraucht hätten. An eine Workation war natürlich gar nicht zu denken. Trotzdem arbeitete ich weiter an meinem Konzept und hatte Hoffnung.

Der nächste Tiefschlag war jedoch der Auszug aus dem EEZ. Dort ist ein Impfzentrum entstanden und für das Coworkerhaus war kein Platz mehr. Eine neue Immobilie konnte ich bis heute nicht finden. Also konzentrierte ich mich auf Norddeich.

Mit den ersten Lockerungen kamen tatsächlich die ersten Teams für eine Workation und später kamen auch die Anfragen von Urlaubern und später sogar für ein Team-Büro der NWZ, wie erhofft. Das Konzept funktionierte zum Teil. Was fehlte, war tatsächlich eine etwas größere Fläche für Workshops und Meetingräume.

Aufgrund der örtlichen Mieten, die für eine Gewerbeimmobilie aufgerufen werden, ist es nicht möglich, neue Räume zu mieten ohne die Preise für die Plätze signifikant erhöhen zu müssen. Würden das die Coworker zahlen? Nein. Kann ich mich darauf verlassen, dass wir nicht wieder in einem Lockdown enden? Nein. Also muss der Verstand irgendwann über das Herz siegen und somit gebe ich meinen echten Coworking Space in Ostfriesland (vorerst) auf.

Aktuell konzentriere ich mich auf den cowirk-space, meine Tätigkeiten als Beraterin und Referentin für die Themen Coworking im ländlichen Raum sowie New Work und besuche andere Coworking Space. Das bereitet mir viel Freude und was mir noch wichtiger ist, ich kann verschiedene Projekte mitgestalten und etwas bewirken.

Du siehst – es geht weiter – nur vielleicht etwas anders als geplant.

In diesem Sinne – bleib starr was dein Ziel angeht, jedoch flexibel auf dem Weg dorthin!

Deine Vicki Janssen